Torgauer Zeitung

Februar 11th, 2009 | Autor: BSH

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Bobby Stark Holland (r.) und Norbert Lange sorgten mit ihren Liedern für einen gelungenen Konzertabend.
Foto: privat

Musik gegen das Vergessen

Torgau (TZ). Die Fenster und Türen des Veranstaltungssaales der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) waren am vergangenen Samstagabend weit geöffnet. Dem Zuschauer, der sich noch einen Platz im voll besetzten Saal ergattert hatte, boten sich ein ungewohnter Anblick und eine ungewöhnlich positive Stimmung.

Die zwei Musiker, Norbert Lange und Bobby Stark Holland, ehemaliger Insasse im GJWH Torgau, brachten den Saal mit ihren Gitarren und Trommeln förmlich zum Kochen. Am Ende des Abends gab es kaum einen Zuschauer, der nicht mitklatschte oder wenigstens mit den Beinen den Takt der Musik mitwippte.

Der Sänger Bobby Stark Holland war nach Torgau gekommen, um an dem Ort, wo ihm und vielen anderen Jugendlichen schmerzliches Leid zugefügt worden war, ein positives Zeichen zu setzen. Mit seinem Konzert wollte er anderen Betroffenen Mut und Energie spenden, nicht an ihren Erinnerungen zu zerbrechen.

Das ist ihm und seinem musikalischen Partner mit kraftvollen, emotionalen Liedern absolut gelungen. Die als “Leises Konzert in den Mauern der Schreie!” angekündigte Veranstaltung war ein starkes, ein buntes, ein trotzig-fröhliches Anspielen gegen die Schatten der Vergangenheit, die über dem Leben vieler Betroffener liegen, die als Jugendliche im GJWH Torgau waren.

Juliane Thieme, Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof

Schwetzinger Zeitung

Februar 20th, 2008 | Autor: BSH

Candlelight-Session: Duo “Stark Holland & Lange” überzeugt

19.02.2008

Alltagsgeschichten gefühlvoll erzählt

Sie kennen sich seit drei Jahren und haben doch erst bei der letzten Candlelight-Session so richtig zusammengefunden. Nach einem gemeinsamen Jahr “Musik volle Pulle” überzeugten “Stark Holland & Lange” das Publikum am Sonntagabend erneut beim Auftritt im Café Journal.

Bobby Stark Holland, der Liedermacher, der alle Höhen und Tiefen des Musikerlebens kennengelernt hat, und Norbert Lange, der mit “groovigen Songs mit Grips und Gefühl”, so beschreibt er selbst seinen Stil, auf die kleinen und großen Gegensätze um uns und in uns hinweist, haben sich zu einem Duo zusammengeschweißt, das mit eigenen Songs und deutschen Texte von den vielen Dingen erzählt, die im Leben so passieren können. “Komm, erzähl mir was von hier” – der Bericht von “Leuten aus der Großstadt” kam beim Publikum im Café Journal ebenso gut an wie die Aufforderung der beiden, doch mitzumachen, wenn die “gute alte Dampflok” mit Gitarre und Mundharmonika so richtig Fahrt aufnimmt.

Sie erzählen Geschichten, gefühlvoll und direkt, hintergründig politisch und vordergründig menschlich, und wollen – wie beide stets betonen – dennoch keine “Fingerzeiger” sein. Ganz bewusst wollen sie zum Nachdenken anregen, “die Leute in unser Wohnzimmer einladen”, das an diesem Abend das mit Kerzen beleuchtete Café Journal war, das wollen sie umso mehr. Oder einfach nur gemeinsam mit ihrem Publikum in diesem Winter die Sommerzeit herbeisehnen: “Kannst du’s spüren, kannst du’s fühlen, dieses schöne helle Licht, und ich warte auf die Sommerzeit”. vw

Morgen Web Presse

Dezember 8th, 2007 | Autor: BSH

Theater am Puls: Liederlicher Donnerstag im “Theater am Puls”

“So singt man jetzt zur Sommerzeit”

Der Donnerstag hat seit zwei Monaten im “Theater am Puls” seine ganz eigenen Vorzeichen: Für Gäste und Team sind die Gedanken, Sprüche und Hintergründe vom Alltag im Allgemeinen und Ereignissen im Besonderen Ziel von Liedern mit Biss. Bobby Stark Holland und Norbert Lange waren mit vier Gitarren, Spezial-Schlagwerk und ganz vielen Sprüchen aus dem Leben in den Donnerstag gerauscht, um mit bluesigen Stimmen, feinem Fingerpicking und ganz eigenen Wortverbindungen den Leuten einen (r)echten Spiegel vorzuhalten. Der bevorstehende Advent bot sich auch förmlich an, denn “so singt man das zur Sommerzeit”.

“Unplugged? Nein, wir sind ganz ehrlich!” Die Dinge des Lebens kamen in rauchigen Blues-Packungen ins pulsierende Theater, denn am Donnerstag kann niemand im Saal behaupten, er wäre ja nicht gemeint, das träfe immer nur die anderen. “Na, schauen wir mal!” An den Gitarren sausten die Finger über pulsierende Saiten, auf dem Schlagwerk saß ein Drummer mit kräftigem Two-Beat in den Händen und aus den Gesichtern der beiden Bluesbarden strömten hintergründige Offenheiten in Wort und Mimik. “Ich hab’ da so ein Gefühl”, die Menschlichkeiten der Politik und des “ganz normalen Lebens” setzten sich schnell zu Bildern zusammen, die ziemlich genau in den Donnerstag passten. “Das bin ja ich, aber hallo”, für die erst erstaunten, dann aber süffisant lachenden Donnerstags-Besucher holten die beiden reichliche Post aus dem Briefkasten der Normalität, nur eben ganz ehrlich.

“Ich kann das alles auch richtig singen, was im Oasenvideo so abgeht, die Zufälle kommen wie bestellt!” Auf dem Lederhocker als Unterlage für Kräftiges in Reim und Noten entblößten sich die anderen, von Lange “Stark” vorgetragen, sie ließen auch manchen Denkzettel in den Köpfen hängen. Was so alles in “Kneipen und so” über die Bierdeckel geht, wer was nicht oder vielleicht doch gesagt hat – der Szenenapplaus holte oft noch einen kräftigen Biss herein. So lassen sich auch die “feinen Leute” mit bunten Liederlichkeiten an einem sonst ganz normalen Donnerstag aus der Reserve locken, sauber in feinen Blues und tragenden Rhythmus verpackt, und “das nicht nur zur Sommerzeit”. cw


Allgemeine Zeitung Mainz

Juni 19th, 2007 | Autor: BSH

Den ehrlichen Blues im Blut

Bobby Stark Holland und Norbert Lange im M8

von Oliver Kreft

Mit Bobby Stark Holland und Norbert Lange gastierte jetzt ein Songwriter-Duo im M 8-Live Club von Mayence Acoustique, deren Songs von einer mal harten und direkten und dann wieder unterschwellig doppelbödigen Poesie getragen werden.

Reine unplugged-Konzerte haben den Hang dazu, entlarvend zu sein Der Sound ist weit weniger komprimiert, und textliche Botschaften rücken in den Vordergrund. Dass die beiden Rockpoeten etwas zu sagen haben, zeigt sich in ihren Liedern, in denen sie zu größtenteils eingängigen Melodien über das Leben, die Liebe, Gott und die Welt philosophierten. Neben rockigen, fetzigen Klängen gab es Balladen und Ausflüge in den Blues.

Stark Holland entpuppte sich dabei nicht nur als versierter Gitarrenspieler, sondern zeigte auch beim Spielen der Cajon, diesem kastenförmigen Percussion-Instrument, musikalisches Einfühlungsvermögen. Den Atem raubte es dem Publikum schließlich bei einem “Lied über die gute alte Eisenbahn”, bei der der Liedermacher zur Bluesharp griff. In wahnwitzigem Tempo bearbeitete er inbrünstig mit geschlossenen Augen das Instrument und ließ die alte Dampflok im Song schier die Schallmauer durchbrechen. Lange schlug dazu den Takt auf dem Korpus seiner Gitarre.

Andere Stücke des vom Blues kommenden Deutschrockers basierten auf einer Kritik schlechter Tugenden. In “Das Gebet” besang er den Traum von einer besseren Gesellschaft, in der die Menschen ihren Egoismus hinter sich lassen. Seine unverkennbare Reibeisenstimme spiegelte dabei auch seine Persönlichkeit wieder – rau und geradlinig. In dem Song “Lügen” ging es darum, wie Unehrlichkeit Beziehungen zerstören kann.

Lange zeigt bei der Komposition seiner Songs ebenfalls ein Gespür für Themen, die alltagsnah sind und die jeder der im Publikum sitzenden Zuhörer nachvollziehen kann. So etwa beim Song “Tretminen”, der von dem handelt, “was besser nicht gesagt worden wäre” (Lange). Und dann sind es zum Beispiel Weisheiten, die der Songwriter von sich gibt, die aufhorchen lassen und zum Nachdenken anregen: “Die Liebe schmeckt am besten al dente – zuckersüß poliert macht´s nur halb so viel Spaß.”


Rhein Main Presse

Juni 19th, 2007 | Autor: BSH

“Was, wenn alles ganz anders wäre”

Bobby Stark Holland & Norbert Lange im katholischen Gemeindezentrum Weilbach

13.03.2007

Von Stefan Weckbach

WEILBACH Zwei “Typen” im wahrsten Sinne des Wortes standen am Samstagabend im Weilbacher katholischen Gemeindezentrum auf der Bühne. Bobby Stark Holland und Norbert Lange überzeugten musikalisch, regten ihr Publikum aber auch zum Mitdenken an.

“Mit unseren Texten möchten wir Lebenseinstellungen, Erfahrungen, Gefühle und Sichtweisen transportieren”, berichtete der Weilbacher Norbert Lange. Sein Partner “Bobby” ergänzt: “Wichtig ist uns Geradlinigkeit und Ehrlichkeit.”

So faszinierte Hollands “Reibeisenstimme”, doch seine Texte rüttelten gleich im nächsten Moment auf. “Wach auf” ist nur ein Bespiel für ein Song am Abend, in dem “Bobby” Tipps gibt, mit der Gegenwart besser klarzukommen. Abwechselnd traten die zwei Künstler “unplugged” auf, wobei sie sich zwischen den Songs häufig im Comedystil selbst “auf die Schippe nahmen”. Ihre Musik lässt sich am besten als poppig, leicht angerockt beschreiben im Stile von Jack Johnson sowie den Bands “Stoppock” und “Keimzeit”. Die Texte haben sie allesamt selbst geschrieben.

Mit “Lass es Dir gut gehen” und “Aber was (wenn alles ganz anders wäre)” bot Norbert Lange unter anderem zwei seiner vertrauten Lieder. Die groovigen Songs beschäftigten sich zumeist “mit den kleinen und großen Gegensätzen um und in uns”, wie Lange erzählte.

Gerade die lockere und offene Art der beiden Freunde sowie ihr vertrautes Miteinander trugen dazu bei, dass schnell eine familiäre Stimmung im Gemeindezentrum entstand und das Konzert zu einem vollen Erfolg wurde.


Liederabend FFM

Juni 19th, 2007 | Autor: BSH

Stark Holland und Lange

13.09.2006

Mike Sprunkel/Der Liederabend

Viele Kabel, viele Gitarren und viele tolle Lieder. Poesie und feine, perfekte Gitarrenstücke.
Die Spannung baut sich aus drei Ebenen auf. Jeder für sich und beide zusammen.
Bobby Stark Holland wickelt dich ein mit seiner tiefen, rauhen und mächtigen Stimme,
ob er singt oder erzählt, macht keinen Unterschied.
Norbert Lange streichelt die Seelen mit seiner besonderen Poesie die er in wunderbare Gitarrenstücke einbettet. Zum Höhepunkt kam das Konzert als die Stimme von Carolin die beiden unterstützte.
Die Konzerte von Stark Holland und Lange sind immer zu schnell vorbei – egal wie viele Stücke die beiden auch spielen.

Liedermacherforum 2006

Juni 19th, 2007 | Autor: BSH

Liedermacherforum 2006

Am Sonntag auf dem Mainzer Johannisfest geben sich die Ehre. Am 25. Juni um 12:30 Uhr hatten sich neben den zwei Personen auf der Bühne, „Acoustic“ Norbert Lange, (Liedermacher-Gitarre und Liedermacher-Gesang) sowie,
Bobby Stark-Holland, (Liedermacher-Gitarre, Liedermacher-Gesang,
Liedermacher-Zigarette, Liedermacher-Raucherhusten und Liedermacher-Luftmundharmonika),
auch noch 20 Personen an den Bierflaschen und -Tischen nahe des Veranstaltungsorts angefunden sowie eine unbestimmbare Menge weiter hinten an Cafétischen oder den beiden optimistisch aufgestellten Getränkepavillons, von den stöber- und kaufwilligen Besuchern der letzten Ausläufer des traditionellen Buch-Flohmarkts mal abgesehen. Über allem strahlte die Sonne, nur der frische Wind war dieser Veranstaltung fern geblieben.

Das die beiden Liedermacher sich bei dieser Gelegenheit nicht zum ersten Mal begegnet sind, zeigte vor allem, das der eine in der Lage war, die Lieder des anderen zu begleiten, sei es durch gesangliche Einlagen oder zusätzliche Gitarrenzupfmuster.
Auf den Einsatz einer begleitenden Mundharmonika von seiten Bobby Stark-Hollands musste an einer Stelle bedauerlicherweise aufgrund eines gekonnten Raucherhusten-Anfalls verzichtet werden, der darüber hinwegtäuschen sollte, das das erforderliche Instrument noch immer zu Hause lag.
So verschieden die beiden Liedermacher auch sein mögen – Norbert Lange machte einen eher introvertierten Eindruck, während Bobby Stark-Holland sehr offen, fast schon kumpelhaft rüberkam – beide beherrschten ihr Handwerk. Mal nachdenklich, mal gelassen philosophierten beide zu größtenteils eingängigen Melodien über das Leben, die Liebe, Gott und die Welt.

Norbert Lange konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf aktuelleres Material, sprich: bislang Unveröffentlichtes („Sag bloß nichts“) oder Material seines aktuellen Albums „Tief oben“ („Oase“, „Dein Passagier“, „Vielleicht ist Schweigen nur Silber“), Bobby Stark-Holland hat zwar bereits seit 1996 einige Singles oder Alben in unterschiedlicher Besetzung auf den Markt gebracht, da allerdings derzeit anscheinend keine seiner Veröffentlichungen im Handel erhältlich ist, seien hier nur „Meine eine“, „Das Gebet“, „Wein oder Wasser“ und „Sommerzeit“ als Titel genannt. Was das musikalische und textliche Niveau der Stücke angeht, hatte Norbert Lange leicht die Nase vorn, wenn er in seine Lieder feine doppelte Böden einbaute oder einen interessanten Blick auf scheinbar alltägliche Dinge warf. Bobby Stark-Holland wusste dagegen interpretatorisch voll zu überzeugen und schaffte es sogar, das Publikum trotz Sommerhitze, trockenen Kehlen, kleiner Zuschauerschar etc. an einer Stelle zum Mitsingen zu motivieren. Vor allem der aus Aschaffenburg angereiste inoffizielle

Bobby Stark-Holland-Fanclub (von der Bühne aus gesehen links) sorgte nach seinen Stücken für ausgelassene Stimmung, wobei es natürlich sein kann, daß die Sonne die Atmosphäre noch zusätzlich aufgeheizt hat … Nachdem man nach einer Stunde auf der Bühne das mitgebrachte Handtuch allerdings auswringen konnte und sich herausstellte, daß die meisten Gitarren, die man sich vor die Brust hält, nicht atmungsaktiv geschnitzt sind, wurde das Konzert nach einer Stunde und einer eingeforderten Zugabe beendet. Norbert Lange öffnete daraufhin vorübergehend seinen Bauchladen und verkaufte seine aktuelle CD; Bobby Stark-Holland hatte trotz Aufforderung in seinem Gästebuch keine Tonträger im Gepäck, allerdings scheint derzeit auch ein neues Album kurz vor der Vollendung zu stehen, nach dem zu deuten, was zwischen einzelnen Zuschauerinnen und Interpret gesagt wurde.

In jedem Fall lohnt es sich, die Homepages beider Künstler einmal im Auge zu behalten.

Gruß
Skywise