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Theater am Puls: Liederlicher Donnerstag im “Theater am Puls”
“So singt man jetzt zur Sommerzeit”
Der Donnerstag hat seit zwei Monaten im “Theater am Puls” seine ganz eigenen Vorzeichen: Für Gäste und Team sind die Gedanken, Sprüche und Hintergründe vom Alltag im Allgemeinen und Ereignissen im Besonderen Ziel von Liedern mit Biss. Bobby Stark Holland und Norbert Lange waren mit vier Gitarren, Spezial-Schlagwerk und ganz vielen Sprüchen aus dem Leben in den Donnerstag gerauscht, um mit bluesigen Stimmen, feinem Fingerpicking und ganz eigenen Wortverbindungen den Leuten einen (r)echten Spiegel vorzuhalten. Der bevorstehende Advent bot sich auch förmlich an, denn “so singt man das zur Sommerzeit”.
“Unplugged? Nein, wir sind ganz ehrlich!” Die Dinge des Lebens kamen in rauchigen Blues-Packungen ins pulsierende Theater, denn am Donnerstag kann niemand im Saal behaupten, er wäre ja nicht gemeint, das träfe immer nur die anderen. “Na, schauen wir mal!” An den Gitarren sausten die Finger über pulsierende Saiten, auf dem Schlagwerk saß ein Drummer mit kräftigem Two-Beat in den Händen und aus den Gesichtern der beiden Bluesbarden strömten hintergründige Offenheiten in Wort und Mimik. “Ich hab’ da so ein Gefühl”, die Menschlichkeiten der Politik und des “ganz normalen Lebens” setzten sich schnell zu Bildern zusammen, die ziemlich genau in den Donnerstag passten. “Das bin ja ich, aber hallo”, für die erst erstaunten, dann aber süffisant lachenden Donnerstags-Besucher holten die beiden reichliche Post aus dem Briefkasten der Normalität, nur eben ganz ehrlich.
“Ich kann das alles auch richtig singen, was im Oasenvideo so abgeht, die Zufälle kommen wie bestellt!” Auf dem Lederhocker als Unterlage für Kräftiges in Reim und Noten entblößten sich die anderen, von Lange “Stark” vorgetragen, sie ließen auch manchen Denkzettel in den Köpfen hängen. Was so alles in “Kneipen und so” über die Bierdeckel geht, wer was nicht oder vielleicht doch gesagt hat – der Szenenapplaus holte oft noch einen kräftigen Biss herein. So lassen sich auch die “feinen Leute” mit bunten Liederlichkeiten an einem sonst ganz normalen Donnerstag aus der Reserve locken, sauber in feinen Blues und tragenden Rhythmus verpackt, und “das nicht nur zur Sommerzeit”. cw